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28.04.2020 / Ausland / Seite 6

Nicht am Ende

Chiles Protestbewegung mobilisiert inmitten der Coronakrise weiter für die Ausarbeitung einer neuen Verfassung

Frederic Schnatterer

Menschen, in weiße Ganzkörperschutzanzüge gekleidet, stehen mit Sicherheitsabstand zueinander, tragen Transparente und rufen Parolen. Um sie herum Polizeikräfte der paramilitärischen »Carabineros«. Am Sonntag (Ortszeit) demonstrierten auf der Plaza Italia in Chiles Hauptstadt Santiago, zentralem Bezugspunkt für die im Oktober 2019 entstandene Protestbewegung und von dieser in »Platz der Würde« umgetauft, an die 50 Personen, um ihrer Forderung nach einer neuen Verfassung Ausdruck zu verleihen. Aufgerufen hatte die Kommunistische Partei.

Nach ungefähr einer Stunde gingen die Einsatzkräfte gegen die Anwesenden vor und nahmen mehrere Menschen fest – unter ihnen einen Kameramann der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina. Am Abend verlagerten sich die Proteste in die Wohnviertel der Hauptstadt. Mit einem »Cacerolazo«, dem lauten Aufeinanderschlagen von Kochtöpfen und Pfannen, zeigten Tausende von ihren Wohnungsfenstern und Balkonen aus, dass die Protestb...

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