17.06.2003 / Ausland / Seite 16

Der ewige Hunger

Welternährungsorganisation fordert 24 Milliarden US-Dollar Soforthilfe und kritisiert »Geberländer«

Thalif Deen (IPS)

Die Welternährungsorganisation (FAO) hat 24 Milliarden US-Dollar und ein stärkeres Engagement des privaten Sektors für den Kampf gegen den Hunger gefordert. Bleibt die Hilfe aus, ist nach Einschätzung der in Rom ansässigen UN-Agentur das Millenniumsziel, die Zahl der Hungernden bis 2015 von 840 Millionen auf 400 Millionen zu verringern, nicht erreichbar.

FAO-Direktor Jacques Diouf rechnet bei gleichbleibend schwachem Interesse der sogenannten Geberländer an der Hungerbekämpfung mit einer Halbierung der Zahl der Hungernden nicht vor Ablauf von 135 Jahren. Das derzeitige Bekenntnis zur Hilfe nannte er völlig »inakzeptabel«. In einem Gespräch mit IPS am Rande einer Konferenz im schwedischen Tumba, sagte er, bis heute seien die Forderungen des Welternährungsgipfels von 1996 unerfüllt. Obwohl genügend Nahrungsmittel für die gesamte Weltbevölkerung produziert würden, litten 840 Millionen Menschen Hunger, 95 Prozent von ihnen in der...

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