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14.04.2020 / Feuilleton / Seite 11

Der unsichtbare Feind

Klassiker für durchseuchte Zeiten: Canettis »Masse und Macht«, Schillers »Wallenstein«

Peer Schmitt

»Nous sommes en guerre« (Wir sind im Krieg), dekretierte unlängst Emmanuel Macron, seines Zeichens Regimechef der immerhin viertgrößten Atommacht dieses verseuchten Planeten. In seiner Notstandsrede rief er den Kriegszustand insgesamt sechsmal aus (so zählte Le Monde wie viele andere am 17. März). Er sprach auch von einer »Mobilisation générale« angesichts eines unsichtbaren, ungreifbaren Feindes (»Ennemi invisible, insaisissable«). Dem Krieg folgt die Pest und vice versa. So will es die Ordnung der Dinge. Bereits auf etymologischer Ebene erscheinen sie untrennbar. In »Masse und Macht« (1960) erläutert Elias Canetti: »Das deutsche Wort ›Walstatt‹ für Schlachtfeld enthält den alten Stamm ›wal‹, der ›die auf dem Schlachtfeld Gebliebenen‹ bedeutet. Altnordisch ›Valr‹ heißt ›die Leichen auf dem Schlachtfeld‹; ›Valhall‹ ist nichts anderes als ›die Wohnung der gefallenen Krieger‹. Durch Ablaut ist aus dem althochdeutschen ›Wal‹ das Wort ›Wuol‹ entstanden, es be...

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