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09.04.2020 / Ausland / Seite 6

Wo die Ärmsten sterben

Coronavirus wütet im Pariser Norden. Reiche aufs Land entflohen

Hansgeorg Hermann, Paris

Während die Ärmsten aus den Betonsilos im Norden von Paris in überfüllten Krankenhäusern und Altenheimen sterben, sind die Reichen aus den feinen Wohnvierteln der französischen Hauptstadt schon vor Wochen zu ihrem Zweitwohnsitz aufs Land geflohen. Opfer der grausamen gesellschaftlichen Ungleichheit, die sich in Frankreich seit dem Ausbruch der Coronapandemie jeden Tag aus den neuesten Sterberaten der Gesundheitsbehörden herauslesen lässt, sind in der schwer betroffenen Region Île-de-France vor allem jene hart arbeitenden Franzosen, die der seit drei Jahren amtierende, neoliberale Staatschef Emmanuel Macron vor nicht allzu langer Zeit noch als Leute, »die nichts sind«, beschimpfte.

Am Dienstag wagte sich der Präsident in jene »berüchtigten« Ban­lieues, deren Postleitzahlen mit den Ziffern 93 beginnen – ein Kennzeichen, das bei den satten Bürgern der Pariser Bezirke links der Seine vor allem Ängste weckt. Die Reichen der »Rive Gauche« brauchen diese Mensche...

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