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06.04.2020 / Inland / Seite 4

Drogenhilfe in Gefahr

Hamburg: Coronakrise hat Bedingungen für oftmals obdachlose Abhängige verschärft. Eine Hilfseinrichtung hält dagegen

Kristian Stemmler

Von eineinhalb Metern Abstand kann im Hof vor dem »Abrigado« keine Rede sein. In kleinen Gruppen stehen etwa 20 Menschen vor dem Eingang der Drogenhilfeeinrichtung im Hamburger Stadtteil Harburg zusammen, warten auf Einlass. Abrigado kommt aus dem Spanischen und kann auch mit "Schutzhütte" übersetzt werden. Der Name ist in diesen Tagen noch mehr Programm als sonst. In einer Zeit, in der viele soziale Einrichtungen wegen der Coronapandemie schließen oder ihr Angebot herunterfahren, sind Drogensüchtige hier nach wie vor willkommen, finden Ansprechpartner und Hilfe.

Für die Besucher des »Abrigado« haben die momentan geltenden Hygieneregeln zur Verhinderung einer Infektion mit dem neuartigen Virus – also Abstand halten und regelmäßig Hände waschen – im täglichen Überlebenskampf keine Priorität. Ihr Alltag ist geprägt von der Beschaffung der Droge, von der ständigen Sorge, wo sie das Geld dafür herkriegen und die nächste Nacht verbringen sollen. »Etwa 30 bis 4...

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