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03.04.2020 / Thema / Seite 12

Stellvertreter im Krieg

Zwei Regierungen, diverse islamistische Milizen und auswärtige Mächte mit widerstreitenden Interessen. Zum Konflikt in Libyen

Bernard Schmid

Auch das Auftauchen des Coronavirus schaffte es nicht, die Kämpfe für länger als ein paar Tage zu unterbrechen. Am 18. März dieses Jahres riefen die Vereinten Nationen dazu auf, die militärischen Kampfhandlungen im Bürgerkriegsstaat Libyen zumindest vorübergehend einzustellen, um sich auf die Bekämpfung und Eindämmung der Seuche Covid-19 vorzubereiten.

Zwar war zu dem Zeitpunkt noch kein offiziell bestätigter Infektionsfall aus dem nordafrikanischen Land vermeldet worden. Am 24. März war es dann jedoch soweit: Der Gesundheitsminister der »Nationalen Konsensregierung« (GNA, Government of National Accord) in Tripolis, die trotz ihrer Bezeichnung derzeit nur rund zwanzig Prozent des Staatsgebiets kontrolliert, Ehmaid bin Omar, gab den ersten registrierten Fall einer Sars-Cov-2-Infektion im Land bekannt. Es handelte sich um einen 73jährigen, der sich zuvor in Saudi-Arabien aufgehalten hatte. Allgemein wird davon ausgegangen, dass es sich nicht um den einzigen...

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