Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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17.03.2020 / Feuilleton / Seite 11

Es gibt kein nach Corona

Vom Alltag in der roten Zone in Rom

Peter Wawerzinek

Wir leben und arbeiten hier in zehn Studios. Etwas entfernt von uns steht das schmale Haupthaus, in ihm sind die Büros, und in besseren Zeiten wirbeln hier zig Mitarbeiter herum. Lieferanten, Kurzbesucher, Gäste, Römer, Ehemalige, Haushandwerker, Gärtner gehen ein und aus. Jetzt nicht mehr. Jetzt gibt es dort nur noch einen Praktikanten, den Mann für alles und die Chefin.

Die Bewohnerin von Studio Nummer eins war zu der Zeit, als Italien gesperrt wurde, in Berlin. Sie meint, Anfang April wieder bei uns zu sein. Wir lassen sie in diesem irren Glauben. Wir haben uns aus ihrem Kühlschrank bedient, ihre Pflanzen zu uns genommen. Die zwei von Nummer fünf sind gestern in aller Herrgottsfrühe mit ihren Fahrrädern ins leere Rom geradelt, angezogen wie Sportler beim Training, zur Tarnung. Sie wurden z...

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