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14.03.2020 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Traum vom Perestroika-Idyll

Wolfgang Harich (1923–1995) warf 1993 der PDS Verlogenheit vor. Sie habe mit ihrer Haltung zur SED-Führung und zum MfS der Siegerjustiz über die DDR Vorschub geleistet

Am 15. März jährt sich der Todestag des Philosophen Wolfgang Harich zum 25. Mal. In Erinnerung an ihn veröffentlichen wir Auszüge aus einer Rede, die er am 13. November 1993 auf einer Konferenz der Abgeordnetengruppe PDS/Linke Liste im Bundestag in Berlin gehalten hat. Der Text erschien 1994 in dem Band von Lothar Bisky/Uwe-Jens Heuer/Michael Schumann (Hrsg.): »›Unrechtsstaat‹? Politische Justiz und die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit.«

Die alte SED folgte der Maxime, Fehler im Voranschreiten zu überwinden, möglichst ohne darüber zu reden. Ein Verstoß gegen die Lehren Lenins. Es wäre schlimm, wenn das jetzt wieder geschähe. Die Kampfansage an die Siegerjustiz über die DDR und die Forderung, Schluss zu machen mit politischer Verfolgung, sollte mit einschließen die Kritik an eigenen Fehlern, die – wie ich glaube – der heutigen Entwicklung unheilvoll Vorschub geleistet haben. Ich meine da zunächst die beschämende Art und Weise, in der im Winter 1989/90 di...

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