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12.03.2020 / Schwerpunkt / Seite 3

Preiskrieg ums Öl

Saudi-Arabien flutet den Markt, um Russland Kunden abzujagen. Frackingindustrie der USA spielt zentrale Rolle im Konkurrenzkampf

Jörg Kronauer

Saudi Aramco öffnet die Schleusen. Gestern hat es Amin Nasser, Chef des saudischen Ölmonopolisten, bestätigt: Die Regierung in Riad hat den Konzern ausdrücklich aufgefordert, die Produktion von zwölf auf 13 Millionen Barrel pro Tag zu steigern – mehr als je zuvor. Damit setzt Saudi-Arabien um, was es Ende vergangener Woche angekündigt hat, als es nicht gelungen war, sich mit Russland über eine gemeinsame Reaktion auf den Einbruch des Ölpreises wegen der Coronakrise zu verständigen: Es flutet den Markt jetzt mit billigem Öl, um Russland Kunden abzujagen. Im Gegenzug hat auch Rosneft die Ausweitung seiner Förderung in Aussicht gestellt, zunächst um 300.000, langfristig um 500.000 Barrel pro Tag. Der Ölpreis ist im Keller; der Konkurrenzkampf zwischen Riad und Moskau spitzt sich zu. Dabei könnte in diesem Fall freilich gelten: Wenn zwei sich streiten, leidet der Dritte.

Entwicklung mit Brüchen

Eine zentrale Rolle im Ölkonflikt zwischen Saudi-Arabien und Russ...

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