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12.03.2020 / Titel / Seite 1

Stunde der Spekulanten

Italien leidet unter Coronaepidemie. Investoren ziehen Kapital ab. EU-Kommission berät über Kreditbedingungen

Simon Zeise

Die Euro-Krise ist zurück. Italien, das Land, das von der Coronaepidemie in Europa am stärksten betroffen ist, fällt erneut unter räuberische Finanzinvestoren. Die Zinsdifferenz zwischen deutschen und italienischen zehnjährigen Staatsanleihen erreichte am Mittwoch das Niveau von Mitte 2018 – der Zeitpunkt, als Rom bekannt gab, sich den strikten Haushaltsvorgaben aus Brüssel zu widersetzen. Steigende Zinsen werden als Risiko gewertet, der Staat könne seine Kredite am Finanzmarkt nicht begleichen. Ratingagenturen senken daraufhin die Bonität, die Refinanzierung des Staates wird teurer – Investoren setzten eine Spirale in Gang.

Regierungschef Giuseppe Conte kündigte am Mittwoch ein Notprogramm an. Die Hälfte eines 25 Milliarden Euro umfassenden Paketes will Rom für »Sofortmaßnahmen« zur Verfügung stellen. Das übrige Geld sei für »mögliche weitere Bedürfnisse« des Landes im Kampf gegen das Virus gedacht. Finanzminister Roberto Gualtieri ergänzte, dass bis End...

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