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11.03.2020 / Schwerpunkt / Seite 3

»Sie nehmen Tote in Kauf«

Zwischen den Fronten: Situation Geflüchteter an türkisch-griechischer Grenze immer dramatischer. Ein Gespräch mit Michel Brandt

Gitta Düperthal

Sie waren Ende vergangener Woche an der türkisch-griechischen Grenze, um sich einen Überblick über die Menschenrechtslage dort zu verschaffen. Wie schätzen Sie die Situation ein?

Wir waren etwa 100 Kilometer direkt an der Grenze zu Griechenland auf der türkischen Seite unterwegs, überall waren Menschen auf der Flucht. Die Situation ist dramatisch. Die Menschen können nicht vor und nicht zurück. Sie sind gefangen in einer Art künstlich geschaffener Pufferzone zwischen der EU-Außengrenze auf griechischer Seite und einem sporadisch aufgebauten Zaun auf türkischer Seite. Auf beiden Seiten sind Militärs. Von griechischer Seite zielen sie mit Gummigeschossen und Tränengaspatronen auf die Geflüchteten. Diese sind verzweifelt, schlafen unter freiem Himmel, versuchen sich an Feuerstellen zu wärmen. Es gibt keinerlei Versorgung und mittlerweile viele Verletzte.

Griechenland hat das Asylrecht für einen Monat ausgesetzt. Wissen das die Geflüchteten?

Viele von ihnen s...

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