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17.02.2020 / Inland / Seite 8

»Das Schweizer Votum ist ein Statement«

Lesben- und Schwulenverband fordert Konsequenzen gegen homophobe Hasskriminalität. Ein Gespräch mit Markus Ulrich

Oliver Rast

Eine Mehrheit in der Schweiz hat jüngst in einem Referendum für eine Strafverfolgung homophober Hasskriminlität gestimmt. Sie sprechen in einer Stellungnahme von »einem beeindruckenden Signal von Solidarität und Problembewusstsein«. Greifen Sie da nicht etwas zu hoch?

Keineswegs. Mehr als 63 Prozent der Bürgerinnen und Bürger haben sich dafür ausgesprochen, dass homophobe Anfeindungen und Hetze genauso verfolgt werden sollen wie rassistische oder religiös motivierte Anfeindungen. Soziale Minderheiten sind für ihre Anliegen und ihren Schutz oft von der Mehrheitsgesellschaft abhängig. Daher ist es immer eine Herausforderung für sie, eine demokratische Mehrheit zu gewinnen.

Gut, aber Sie wollen in dem Ergebnis sogar ein »Signal der Solidarität« erkennen …

Ja, durchaus. »Solidarität« ist kein geschützter Begriff. Solche Signale sind nicht zu unterschätzen. Es macht deutlich, die Mehrheit befürwortet explizit den Schutz und stellt sich hinter ein Anliegen von ...

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