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04.02.2020 / Inland / Seite 5

Billignahrung für Arme

»Lebensmittelgipfel« im Kanzleramt und Kleinbauernproteste: Merkel fordert »fairen Handel«. Vorerst kein verordneter Preisanstieg

Susan Bonath

Agrarmultis und Großhandelsketten sichern sich ihre Marktanteile mittels Masse und Dumpingpreisen. Letztere treiben Kleinbauern in den Ruin. Millionen Arme sind jedoch auf bezahlbare Nahrungsmittel angewiesen. Billig, aber zugleich ökologisch und klimafreundlich funktioniert auch nicht. Selten wurde der Widerspruch zwischen der geforderten Nachhaltigkeit durch regionale Bioerzeugung und dem realen profitgetriebenen sowie Armut produzierenden Kapitalismus deutlicher als beim »Lebensmittelgipfel« am Montag im Kanzleramt. Dabei heraus kam aber zunächst nichts: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will keine Mindestpreise. Sie setzt auf das nicht Vorhandene: faire Handelsbeziehungen.

Merkel, Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Agrarministerin Julia Klöckner (alle CDU) hatten mit dem Treffen auf die jüngsten Bauernproteste reagiert. Zuletzt hatten diese in der Nacht zum Montag vor Filialen der Edeka-Kette, dem größten Lebensmitteleinzelhändler der BRD, in vi...

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