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31.01.2020 / Feuilleton / Seite 10

Aufgeklärter Despot

Der Peter-Hacks-Regisseur und langjährige Intendant des Deutschen Theaters Göttingen, Günther Fleckenstein, ist tot

Ronald Weber

Ich weiß noch, dass ich erstaunt war, als ich ihn Mitte der 2000er Jahre in Germering besuchte: Einen Intendanten hatte ich mir anders vorgestellt. Günther Fleckenstein, damals schon über 80 Jahre alt, war eine imposante Erscheinung. Der große breitschultrige Mann war, das sah man sofort, eine Herrschernatur. Vielleicht mussten Intendanten so sein, gebieten sie doch auch über eine Art Hof. Fleckensteins Hof war das Deutsche Theater in Göttingen. 1966 war der gebürtige Mainzer nach Stationen in Ulm, Gelsenkirchen und Hannover in die Stadt an der Leine gekommen und in die großen Fußstapfen Heinz Hilperts getreten. Er wusste sie auszufüllen.

Fleckensteins Programm bewegte sich zwischen Tradition und Erneuerung. Die Schaubühne verstand er ganz klassisch als »Bildungs- und Erbauungsstätte« und verortete sie zugleich in der Gegenwart. Ein Theater ohne gesellschaftliche Bezüge war ihm ein Graus. Es sollte vielmehr »Dorn im Fleisch« sein, wie er mit Blick auf das...

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