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25.01.2020 / Feuilleton / Seite 10

Helden im Knast

Verbrecher hofiert, Kommunisten inhaftiert. Die Dokumentation »Die Staatsfeinde« geht der westdeutschen Demokratie auf den Grund

Carmela Negrete

Hans Heisel war zuerst Wehrmachtssoldat, dann Widerstandskämpfer. Die postnazistische BRD ignorierte ihn: keine Ehrung, keine Auszeichnung. Oder besser gesagt, er wurde nicht ignoriert, sondern für seinen Heldenmut bestraft. 1959 verurteilte ihn ein bundesdeutsches Gericht zu 15 Monaten Haft. Der Vorwurf: Fortführung der Arbeit in der seit 1956 illegalen KPD. Diejenigen Nazis, die er in den Jahren der deutschen Besatzung in Paris Seite an Seite mit der Résistance bekämpft hatte, saßen wenige Jahre später im Adenauer-Staat wieder in allen möglichen Ämtern und rächten sich an dem Deserteur und Vaterlandsverräter.

Heisel hatte von der Résistance den Auftrag, die gesamte Wehrmachtsführung in Paris in die Luft zu sprengen. Das Attentat scheiterte, weil der Widerstand im letzten Moment zögerte. »Liberateur«, so nannten ihn auch konservative französische Zeitungen wie Le Monde. Eine Würdigung der Widerstandskämpfer? »So etwas ist in Deutschland ganz unmöglich!« ...

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