Gegründet 1947 Sa. / So., 6. / 7. Juni 2020, Nr. 130
Die junge Welt wird von 2301 GenossInnen herausgegeben
23.01.2020 / Inland / Seite 2

»Die Struktur der Vermögen bleibt undurchsichtig«

Für Transparenz muss gesorgt, Ungleichheit aber auch bekämpft werden. Ein Gespräch mit Christoph Butterwegge

Marc Bebenroth

Oxfam hat gerade seinen aktuellen Bericht zur sozialen Ungleichheit vorgelegt. Der basiert auf Daten der privaten Großbank Credit Suisse und auf Angaben des Magazins Forbes. Weshalb lässt sich Reichtum nicht genauer erfassen?

Reiche und Hyperreiche verhalten sich wie scheue Rehe. Und teilweise wissen sie selbst gar nicht genau, was ihnen an Firmenanteilen, Wertpapieren, Immobilien, Konten usw. gehört. Das erschwert die genaue Erfassung des Reichtums. Man kann oft nur schätzen oder muss beispielsweise die Geschäftsberichte von Unternehmen heranziehen. Insgesamt fehlt es jedoch weniger an Daten als an politischen Taten. Für mehr Transparenz zu sorgen ist ein notwendiger Schritt. Aber am Ende muss die Ungleichheit auch bekämpft werden. Das passiert derzeit so gut wie überhaupt nicht – ich nenne bloß das Gezerre um die Grundrente als Beispiel.

Wie erklären Sie sich das?

Innerhalb der Bundesregierung wurde häufig darüber gestritten, was in den Armuts- und Reic...

Artikel-Länge: 4494 Zeichen

Dieser Beitrag ist gesperrt und nur für Onlineabonnenten lesbar. Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem aus den Aboeinnahmen. Bitte tragen auch Sie mit einem Onlineabo dazu bei, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €