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18.01.2020 / Schwerpunkt / Seite 3

Quälen für den Profit

Steuerreform für Tierschutz gefordert. Kükenschreddern vor dem Aus

Steffen Stierle

Ein wichtiges Thema der diesjährigen »Wir haben es satt«-Proteste ist der Umgang mit Tieren in der Landwirtschaft – eine besonders grausame Dimension der monopolistischen Entwicklungen des Sektors: Immer weniger, immer größere Betriebe züchten immer mehr Tiere auf immer engerem Raum. Profitmaximierung in der Fleischproduktion. Ringelschwänzchen und Hörner stören da nur – abgesägt, Platz gespart. Und damit der Platz schnell wieder für Nachschub frei wird, werden etwa Schweine durch Intensivmast innerhalb von sechs bis sieben Monaten auf über 100 Kilo hochgezüchtet und noch im Jungalter geschlachtet. 63 Prozent der Hennen in Deutschland leben derweil nach Angaben der Albert-Schweitzer-Stiftung in Bodenhaltung, sprich: ein Quadratmeter Plastikgitter für neun Tiere, schmerzhafte Verletzungen an den Läufen inklusive, denn flächendeckende Einstreu wäre zu kostspielig.

Am Ende folgt oft eine Lkw-Fahrt ohne Versorgung au...

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