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14.01.2020 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Macris langer Schatten

Argentiniens Regierung muss für die Fehlentscheidungen ihrer Amtsvorgänger büßen. Präsident Fernández vor Verhandlungen mit IWF und Gewerkschaften

Wolfgang Pomrehn, Buenos Aires

Argentiniens neue Regierung bereitet sich auf Verhandlungen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und den privaten Gläubigern vor. Hintergrund ist das schwere Erbe, das Präsident Alberto Fernández Anfang Dezember angetreten hat. Sein Amtsvorgänger Mauricio Macri hinterließ ihm eine Rekordverschuldung. In den lediglich vier Jahren seiner Amtszeit hatte er die Auslandsverbindlichkeiten von 36,4 auf 72 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) hochgeschraubt. Es gibt durchaus Industrieländer wie die USA oder auch Deutschland mit ähnlicher oder sogar weit höherer Verschuldung. Deutschland kann zum Beispiel mit einer Gesamtaußenschuld von rund 140 Prozent des BIP noch ganz gut leben. Aber in den beiden Ländern stehen den Verbindlichkeiten weit größere Guthaben im und Einnahmen aus dem Ausland gegenüber. Deutschland hat zudem ein fettes Polster durch seinen notorisch hohen Handelsbilanzüberschuss.

In Argentinien sieht die Lage hingegen anders aus, weshalb i...

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