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10.01.2020 / Feminismus / Seite 15

»Frauen müssen unabhängig sein«

Obdachlosigkeit oft Folge einer Trennung: Sozialdienst katholischer Frauen hilft Betroffenen mit Duschmobil und tritt für »Housing first« ein. Ein Gespräch mit Elke Ihrlich

Gitta Düperthal

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) unterhält seit September ein Duschmobil für obdachlose Frauen in Berlin. Wie kommt es dazu, dass Frauen in die Lage geraten, nicht einmal mehr einen Raum für die Körperpflege zu haben?

Auf den Berliner Straßen gibt es bis zu 3.000 obdachlose Frauen. Anders als Männer sind sie allerdings nahezu unsichtbar. Wir Frauen haben sowieso sozialisationsbedingt häufiger die Eigenart, weniger in die Öffentlichkeit zu treten. Obdachlose Frauen tun alles, um zu kaschieren, dass sie keine Wohnung haben. Tagsüber halten sie sich etwa in Bibliotheken oder Einkaufszentren auf. Obdachlosigkeit ist oft Folge einer Trennung: Weil der Mann in der Regel den Mietvertrag hat, steht die Frau danach auf der Straße. Sie hat erst gar keine eigene Wohnung – oder verliert diese, beispielsweise wegen einer Mieterhöhung von 50 Euro, die sie nicht mehr bezahlen kann. Viele Frauen sind in sogenannten Frauenberufen im Niedriglohnbereich als Friseu...

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