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06.01.2020 / Kapital & Arbeit / Seite 8

»Das ganze System ist für die Mieter völlig intransparent«

Berater bekommt Hausverbot bei Vonovia, nachdem er Konzern und seine Strategie öffentlich kritisierte. Ein Gespräch mit Knut Unger

Gitta Düperthal

Wegen eines Interviews mit dem Freiburger Sender Radio ­Dreyeckland haben Sie Ärger mit dem Wohnungskonzern Vonovia, der ein Hausverbot gegen Sie verhängt hat. Wie kam es dazu?

In dem Interview vom November ging es um meine Kritik an undurchsichtigen Nebenkostenabrechnungen, Modernisierungen, steigenden Mieten und anderen Geschäftspraktiken von Vonovia. Das nahmen Vertreter des Immobilienkonzerns zum Anlass, dem Vorstand des »MieterInnenvereins Witten und Umgebung« mit Schreiben vom 6. Dezember mitzuteilen, dass man mit mir zukünftig keine Korrespondenz mehr führen wolle. Demnach habe ich auch keinen Zutritt mehr zu den Geschäftsräumen der Vonovia. Dabei muss ich dort für Mieter die Belege einer Mieterhöhung nach Modernisierung prüfen.

Welche Konsequenzen hat das für die Mieter, die Sie vertreten?

Zunächst ist die Vermieterin rechtlich verpflichtet, unserem Verein als der Vertretung der Mieter die Einsichtnahme in die Belege zu gewähren. Verweigert sie da...

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