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02.01.2020 / Ausland / Seite 6

Aufbruch in den Anden

Jahresrückblick 2019. Heute: Gegen soziale Ungleichheit. Proteste in Ecuador, Chile und Kolumbien gehen weiter

Frederic Schnatterer

Am vergangenen Freitag unterzeichnete Chiles Präsident Sebastián Piñera ein Dekret, das den 26. April 2020 als Datum für das Referendum über eine neue Verfassung festlegt – und erfüllte damit eine Kernforderungen der seit Monaten anhaltenden Massenproteste im Land. Zumindest vorgeblich, denn große Teile der Bewegung lehnen die beiden zur Auswahl stehenden Verfahren zur Ausarbeitung eines neuen Verfassungstexts als undemokratisch ab. Auch ist die Forderung nach einer neuen Konstitution, die die momentan geltende und noch aus der Zeit der Militärdiktatur von Augusto Pinochet stammende ablösen soll, nur eine von vielen. Der Protestbewegung geht es insgesamt um eine gesellschaftliche Neuausrichtung des neoliberalen »Vorzeigestaats«.

Die Bewegung in Chile ist heterogen und widersprüchlich. Das galt auch für den Aufstand in Ecuador und die Proteste in Kolumbien. In diesen beiden Ländern ist es in der zweiten Hälfte des Jahres 2019 ebenfalls zu Massenprotesten, ...

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