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30.12.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Spaziergang in den Sumpf

Jahresrückblick 2019. Heute: Globaler Abschwung. Die Weltwirtschaft wird von einem aufgeblähten und maroden Finanzmarkt gestützt

Lucas Zeise

Das Wachstum der Weltwirtschaft ist 2019 sachte weiter abgesackt. In China wächst die wirtschaftliche Gesamtleistung noch mit etwa sechs Prozent jährlich, was für andere Länder ein rasanter Boom wäre. Jedoch ist für fast alle Regionen der Welt spürbar, dass die Nachfrage aus China geringer wird. Das dürfte einer der Hauptgründe dafür sein, dass das ohnehin nicht gewaltige Wachstum in Nordamerika, Westeuropa und Japan weiter nachlässt und langsam einer Rezession entgegengeht. Es ist so, als gehe man im Sumpf spazieren und gerate mit jedem Schritt tiefer hinein.

Die deutsche Wirtschaft ist bei diesem Spaziergang schon besonders weit vorangeschritten. Schon Anfang 2018 gingen zuerst Auftragseingang und dann Produktion in einigen Industriezweigen zurück. Der Rückgang hat im Laufe dieses Jahres immer mehr Branchen erfasst und sich insgesamt beschleunigt. Deutschland ist deswegen so früh dran, weil die größten Industriezweige, der Maschinenbau und die Autoherst...

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