Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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21.12.2019 / Feuilleton / Seite 11

Eingefrorene Trauer

Von der Qual des Davonkommens: Das beeindruckende Romandebüt des österreichischen Geschichtsforschers Christian Dürr

Erich Hackl

Vom Terror der argentinischen Militärdiktatur wurden überproportional viele Oppositionelle erfasst, deren Angehörige als Verfolgte des Naziregimes oder, nach dessen Niederlage, als Displaced Persons (DP) nach Südamerika emigriert waren. So hatten drei der fünf jungen Austroargentinier, die als Mitglieder marxistischer oder linksperonistischer Organisationen in den Jahren 1976 und 1977 entführt wurden und seitdem verschwunden sind, jüdische – oder als jüdisch verfolgte – Eltern, denen es nach der Annexion Österreichs gelungen war, in Argentinien oder einem seiner Nachbarländer Zuflucht zu finden. Hingegen ist kein Fall von Verschwundenen bekanntgeworden, die Kinder von Naziverbrechern oder -kollaborateuren waren. Trotzdem regen derartige Spekulationen die Phantasie von Schriftstellern an, auch von solchen, die man für seriös halten möchte.

Der Autor und Filmemacher Edgardo Cozarinsky zum Beispiel verbindet in seinem Roman »Lejos de dónde« (Weit von wo) die...

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