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21.12.2019 / Ausland / Seite 8

»Heute bin ich es, aber morgen kann es jeder sein«

Protest in Chile: Aktivisten drohen bis zu fünf Jahre Gefängnis, weil er Rücktritt von Präsident Piñera forderte. Ein Gespräch mit Dauno Tótoro

Simon Zamora Martin

Die chilenische Regierung hat Sie wegen des Aufrufs zur Rebellion angezeigt. Was ist passiert?

Am 25. Oktober fanden mit zwei Millionen Menschen die größten Demonstrationen in Chile seit dem Militärputsch 1973 statt. An diesem Tag habe ich in einer Vollversammlung der Universität von Chile in Santiago gefordert, einen Generalstreik abzuhalten, bis Präsident Sebastián Piñera geht. Es ist praktisch das, was die große Mehrheit des Landes sagt. Doch die Regierung hat Strafanzeige gegen mich gestellt, basierend auf dem »Gesetz der Staatssicherheit«.

Welche Strafe droht Ihnen bei Verurteilung?

Von 541 Tage bis zu fünf Jahren Gefängnis. Wenn die Regierung konsequent ist, müsste sie die große Mehrheit des Landes vor Gericht schleppen, die den Rücktritt von Piñera fordert. Heute bin ich es, aber morgen kann es jeder sein.

Das Gesetz stellt angeblich »staatsgefährdende Handlungen« unter Strafe. Warum wird Ihre Aussage so hart verfolgt?

Dieses Gesetz wurde unter der...

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