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20.12.2019 / Inland / Seite 8

»Danach sind die Deutschen meist still und sagen nichts«

Namibische Aktivistinnen sprechen in BRD über Völkermord an Ovaherero und Nama. Gespräch mit Esther Utjiua Muinjangue und Sima Deidre Luipert

Fabian Lehmann

Sie waren in dieser Woche auf Vortragsreise in der BRD und haben über den Völkermord an den Ovaherero und Nama während der deutschen Kolonialzeit gesprochen. Welche Erfahrungen haben Sie dabei gemacht?

Esther Utjiua Muinjangue: Für mich ist es immer schwer einzuschätzen, wie das Publikum die Abende aufnimmt. Die Deutschen hören sich unseren Vortrag an, aber danach sind sie meist still und sagen nichts. Das liegt sicher auch an den heftigen Sachen, die wir ihnen erzählen. Es ist eine geteilte Geschichte zwischen den Deutschen und uns. Ich bin sicher, dass sie das über den Abend hinaus beschäftigt.

Sima Deidre Luipert: Mir ist aufgefallen, dass die Leute oft von der Sache der Nama und Ovaherero sprechen und fragen, wie sie uns unterstützen könnten. Wir sagen dann zu ihnen, dass es nicht unsere Sache ist, sondern ihre. Nicht wir sind nach Deutschland gekommen, um Land in Besitz zu nehmen, sondern die Deutschen kamen zu uns und nahmen unser Land – und sie sin...

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