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19.12.2019 / Medien / Seite 15

Widerstand auf Mittelwelle

Radiogeschichte(n): Noch 1933 durchbrachen Kommunisten mit Schwarzsendern die Medienblockade

André Scheer

Im April 1934 standen 24 Kommunisten aus Celle vor dem Berliner Kammergericht, angeklagt des Hochverrats. Die Generalstaatsanwaltschaft warf ihnen unter anderem vor, dass sie 1932 in der niedersächsischen Stadt einen »Schwarzsender« betrieben hätten: »Am 5. November 1932 wurde der Sender in Betrieb gesetzt, und zwar erfolgte die Besprechung durch den Angeschuldigten Hoßbach, der sich mit den Worten ›Achtung, Achtung, hier ist der Rote kommunistische Radiosender des Roten Frontkämpferbundes in Celle‹ meldete.« Wie aus der Anklageschrift hervorgeht, die auf der Internetseite »Celle im Nationalsozialismus« dokumentiert ist, waren die Einzelteile des Senders Anfang 1933 bei einem der Angeklagten beschlagnahmt worden. Die Bastler hatten die Anlage auseinandergenommen, weil sie nicht einwandfrei funktionierte. Deshalb wollte man sie umbauen, doch dazu kam es nicht mehr. Die Angeklagten wurden zu zum ...

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