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09.12.2019 / Ausland / Seite 8

»Das öffnet willkürlicher Bestrafung Tür und Tor«

Alle Jahre wieder: In Österreich dominieren Reaktionäre die Debatte über das Betteln. Ein Gespräch mit Ferdinand Koller

Johannes Greß

Der Wiener Sozialstadtrat Peter Hacker, SPÖ, sprach unlängst von »Gegenden in Rumänien, wo ganze Dörfer auf Betteltour fahren«. Er hätte »nichts dagegen«, diese Menschen aus Österreich abzuschieben. Hat es Sie überrascht, dass so eine Aussage ausgerechnet von einem Sozialdemokraten kommt?

Nein, das wundert mich nicht. Das hatten wir in Wien schon öfter, und auch in Linz gab es bereits ähnliche Aussagen. In Wien hatten wir es im Wahlkampf 2009/2010, wo die SPÖ auf dieses Thema aufgesprungen ist. Was uns als »Bettellobby« wundert, ist, dass es von Peter Hacker kommt, der aus dem Sozialbereich stammt. Bis vor kurzem war Hacker noch Geschäftsführer vom »Fonds Soziales Wien« und war daran beteiligt, Maßnahmen für armutsbetroffene EU-Bürger umzusetzen.

Warum kommt diese Aussage gerade jetzt?

Wien wird derzeit in einen großen Christkindlmarkt verwandelt. Da gibt es einerseits das Bedürfnis, die Stadt zu »säubern« – mehr als sonst. Andererseits kommen in dieser Z...

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