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07.12.2019 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Sendeschluss

Das Ende vom Rundfunk der DDR. Eine Reminiszenz in Bildern

Herbert Schadewald

Vor 30 Jahren herrschte Aufbruchstimmung in der DDR. Nach der Grenzöffnung in der Nacht zum 10. November 1989 ergaben sich nahezu ungeahnte Möglichkeiten – auch für die Journalisten beim Fernsehen, im Radio und in den Zeitungsredaktionen. Ein frischer Wind wehte durch alle Redaktionsstuben. Vom DDR-Ministerrat aufgelöst wurden zu jener Zeit die Staatlichen Komitees für Fernsehen und Rundfunk und deren Mitarbeiter entlassen.

»Auf der Westseite beobachtete man diese Entwicklung mit Zurückhaltung«, schreibt Wolfgang Bauernfeind in seinem 2010 erschienenen Buch »Tonspuren – Das Haus des Rundfunks in Berlin« in Charlottenburg, von 1945 bis 1950 Sitz des Berliner Rundfunks. Mit Gründung der DDR untersagte die britische Besatzungsmacht, in deren Sektor sich das Haus des Rundfunks in der Masurenallee befand, die Nutzung des Gebäudes. Als Alternativstandort wurde ab 1951 im Ostteil der Stadt ein leerstehender Komplex einer früheren Sperrholzfabrik in der Nalepastr...

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