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07.12.2019 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Sie verwalten das, was vom Wohlfahrtsstaat noch übrig ist«

Ein Gespräch mit Majsa Allelin und Petter Nilsson. Über die Sozialdemokratie in Skandinavien, unangebrachte Nostalgie und den strategischen Vorteil der Rechten

Gabriel Kuhn

Wenn es um die Sozialdemokratie geht, ist immer wieder vom »Nordischen Modell« die Rede. Was ist darunter zu verstehen?

Petter Nilsson: Darauf möchte ich zunächst mit Göran Therborn antworten, dem vielleicht bekanntesten marxistischen Theoretiker Skandinaviens. Er meint, dass der »Universalismus« des Wohlfahrtsstaates das sogenannte Nordische Modell ausmacht. Therborn zufolge unterschied sich der Lebensstandard in den westeuropäischen Ländern der Nachkriegszeit nicht wesentlich, aber in den nordischen Ländern war der Wohlstand am gleichmäßigsten verteilt. Mit anderen Worten: Es gab weniger soziale Stratifizierung als anderswo. Historisch hatte das vor allem mit der späten und raschen Industrialisierung zu tun: Die bäuerliche Gesellschaft war noch stark in der Zeit, in der sich die Arbeiterbewegung bildete, und sah diese nicht als Bedrohung. Es kam zu einer Einigung zwischen den verschiedenen Gesellschaftsgruppen. Therborn sagte einmal sinngemäß, dass eine...

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