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07.12.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Globale Abwärtsspirale

40 Prozent der weltweiten Profite landen in Steueroasen. USA blockieren OECD-Kompromiss zu Unternehmenssteuern

Steffen Stierle

Produziert wird, wo die Arbeitskräfte am billigsten sind, verkauft, wo die Nachfrage am größten ist. Die Gewinne landen in Niedrigsteuerländern. Staaten werden im Zuge der Globalisierung zu Standorten, die um die Gunst der Konzerne konkurrieren. Im OECD-Durchschnitt ist der Steuersatz auf Unternehmensgewinne seit 2000 von 32,2 auf 23,7 Prozent gesunken. Eine gigantische Abwärtsspirale wurde in Gang gesetzt.

Der reale Steuersatz der meisten transnationalen Konzerne fällt noch deutlich geringer aus, da auch die Vielfalt an legalen und illegalen Steuervermeidungsmodellen deutlich zugenommen hat und Staaten immer mehr Bereitschaft zeigen, Sonderregelungen für einzelne Konzerne zu akzeptieren. In den USA zahlen dank der Steuerreform von 2017 60 der 500 größten Unternehmen überhaupt keine Steuer mehr. Manche erhalten trotz realer Gewinne sogar Rückzahlungen. In der EU machen Steueroasen wie Irland und Luxemburg mit Sonderdeals für Konzerne wie Apple und Amazon ...

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