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04.12.2019 / Inland / Seite 2

»Hätte höchstens Kaffeeautomaten bewerfen können«

Grundrechte eingeschränkt: Entzug der Akkreditierung von Journalisten beim Hamburger G-20-Gipfel war rechtswidrig. Ein Gespräch mit Sebastian Friedrich

Carmela Negrete

Im Juli 2017 wollten Sie aus Hamburg über den G-20-Gipfel berichten. Doch daran wurden Sie vom Bundespresseamt und vom Bundeskriminalamt gehindert, weil Ihnen die Akkreditierung entzogen wurde. Wie war das möglich?

Wir – das sind 32 Journalistinnen und Journalisten – wurden als Sicherheitsrisiko eingestuft. Noch bevor der Gipfel richtig begann, wurden wir präventiv ausgeschlossen. Die Pressefreiheit, eigentlich ein Grundrecht, wurde eingeschränkt, weil die Behörden befürchteten, wir könnten die Sicherheit der Veranstaltung gefährden. Dabei hatte ich nicht einmal Zugang zu den wichtigen Pressekonferenzen beantragt. Es stand die Befürchtung im Raum, dass wir Politiker mit Schuhen bewerfen. Ich hätte aber höchstens den Kaffeeautomaten im Pressezentrum bewerfen können. Ob da allerdings einer stand, kann ich nicht sagen, weil ich das Pressezentrum nie von innen gesehen habe.

Hat Sie der Entzug der Akkreditierung schockiert?

Einerseits ja, weil es ein Eingriff ...

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