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03.12.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Auf Papas Goldesel

Superreiche zahlen wenig bis gar keine Erbschaftssteuern. Ökonomen fordern höhere Mindestsätze, um Bildung zu finanzieren

Ralf Wurzbacher

Wer schon viel hat, bekommt hierzulande nicht nur immer mehr – ihm wird auch nichts genommen. Zwei Drittel jener 40 Superreichen in Deutschland, denen 2018 jeweils mehr als 100 Millionen Euro vermacht wurden, haben dafür nicht einen Cent an Erbschaftssteuer abgedrückt. Aber auch beim restlichen Drittel stellte der Fiskus auf Schongang: Im Schnitt mussten sie ganze 0,2 Prozent ihres Erbes an die Allgemeinheit abtreten. Dies geht aus neueren Auswertungen des Statistischen Bundesamts hervor, auf die die Regierung in ihrer Antwort auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke im Bundestag verwiesen hat. »Deutschland ist ein Steuerparadies für Multimillionäre«, beklagte deren Vorsitzender Dietmar Bartsch und forderte eine »große Reform«, berichtete die Süddeutsche Zeitung (SZ) am Montag.

Wie das Blatt unter Berufung auf die Wiesbadener Datensammler berichtete, mussten die etwa 600 Deutschen, die als direkte oder entfernte Verwandte jeder für sich mehr als zehn Milli...

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