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30.11.2019 / Geschichte / Seite 15

Herr im Haus

Vor 90 Jahren veröffentlichte der Reichsverband der Deutschen Industrie sein Programm zur Zerschlagung der Demokratie

Reiner Zilkenat

Im noblen Düsseldorf kamen am 20. und 21. September 1929 die Vertreter des Reichsverbandes der Deutschen Industrie (RDI) zu ihrer jährlichen Versammlung zusammen. Der RDI war die mit Abstand einflussreichste Interessenorganisation des deutschen Kapitals, in der die mächtigsten Monopolherren des Landes den Ton angaben. Es war »das Gremium der wirklichen Beherrscher Deutschlands«, wie es der kommunistische Reichstagsabgeordnete Theodor Neubauer ausdrückte.

Als Präsident des RDI amtierte Carl Duisberg, Aufsichtsratsvorsitzender der IG-Farbenindustrie AG, des größten Chemiekonzerns der Welt. Im Präsidium des Verbandes saßen u. a. Carl Friedrich von Siemens, Aufsichtsratsvorsitzender der Siemens-Werke AG, Paul Silverberg, Generaldirektor des Rheinischen Braunkohlensyndikats, des größten europäischen Braunkohleproduzenten, Ernst von Borsig, Großindustrieller aus Berlin und zugleich Vorsitzender der Vereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, sowie Paul Reusc...

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