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23.11.2019 / Feuilleton / Seite 11

Und so bleibt der Weltuntergang aus

»Eine Art schwarze Farce«: György Ligetis »Le Grand Macabre« an der Dresdner Semperoper

Dietrich Bretz

Schon das Vorspiel der Oper »Le Grand Macabre« wirkt irritierend und faszinierend. In einer bezeichnenden Mixtur aus realistischer Drastik und Anspielungen auf tradierte musikalische Charaktere orientiert sich der ungarische Komponist György Ligeti (1923–2006) am Muster einer barocken Toccata. Nur dass anstelle von Trompeten, Clarinen und Posaunen hier zwölf Autohupen eine denaturierte Klangwelt aufscheinen lassen. Angezeigt werden damit gleichsam Ort und Sujet des Geschehens, die total heruntergekommene, gleichwohl sich sorglos zeigende Welt des imaginären Fürstentums Breughelland. Die 1978 in Stockholm uraufgeführte Oper kam Anfang des Monats in der revidierten Fassung von 1996 zur Dresdner Erstaufführung.

In der Weltuntergangsgroteske kommen an der Semperoper unter der Regie von Calixto Bieito absurdes Theater und avantgardistische Gestaltung zusammen. Dass sich Weltuntergangsszenarien angesichts gravierender gesellschaftlicher Fehlentwicklungen in unh...

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