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21.11.2019 / Ausland / Seite 8

»Sie schufen eine Atmosphäre, in der jeder Angst bekam«

US-Behörden reagieren auf Solidaritätsaktion in El Paso an der Grenze zu Mexiko mit Haftbefehlen. Ein Gespräch mit Kelly Mitchell*

Maayan Z. Ashash und Benjamin R. Garabedian

Ihre Gruppe protestiert nun schon ein Jahr lang gegen die US-Grenzpolitik gegenüber Mexiko. Sie kommen aus allen Teilen der USA. Was hat Sie zusammengebracht?

Der erste Impuls war die Eröffnung der Haftanstalt für geflüchtete Kinder in Tornillo, Texas. Die Trennung von Familien hatte einen Höhepunkt erreicht und Gefängnisse wie dieses wurden unter dem Namen »Notunterkünfte« errichtet. In Wirklichkeit handelte es sich aber um die Umgehung des Flores-Gesetzes, nach dem Kinder nur für eine vorgeschriebene Zeitspanne inhaftiert werden dürfen.

Wegen einer Aktion im Museum der Grenzpolizei in El Paso im Februar sind 14 Mitglieder angeklagt. Was war Ihre Absicht?

Es gibt in dem Museum eine Ehrenwand für Beamte, die im Dienst gestorben sind. Wir haben diese genutzt und die Namen sowie Bilder einiger Opfer der Grenzpolizei angebracht, um einen Funken Wahrheit in diese Räumlichkeiten zu bringen. Denn wenn sie in der »Obhut« der Grenzpolizei starben, dann musste an ...

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