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11.11.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Übernahme gescheitert

Arcelor-Mittal droht, italienisches Stahlwerk zu schließen. Grund seien verschärfter Umweltschutz und Ausschluss strafrechtlicher Immunität

Gerhard Feldbauer

Ein von der italienischen Regierung mit dem Stahlkonzern Arcelor-Mittal geschlossener Vertrag über die Übernahme des Stahlwerkes Ilva im süditalienischen Taranto ist geplatzt. Der weltweit größte Stahlkonzern (200.000 Beschäftigte, 60 Werke in 26 Ländern, Jahresproduktion 110 Millionen Tonnen Stahl, Umsatz von 105 Milliarden US-Dollar) mit Sitz in Luxemburg hat vergangene Woche seinen Rücktritt erklärt. Ilva, dem größten Stahlwerk Europas, droht die Schließung und über 10.000 Arbeitern die Entlassung.

Der Käufer begründete seinen Rücktritt mit dem inzwischen von der neuen Regierung aus Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) und den Sozialdemokraten (Demokratische Partei, PD) beschlossenen Klimadekret (Green New Deal) mit schärferen Bestimmungen zum Umweltschutz, die sich auf die Sanierung des Stahlwerkes, das als eine der »größten Dreckschleudern« Europas gilt, auswirkten. Mit dem Dekret entfalle ebenfalls ein zugesagter Ausschluss von strafrechtlichen Verfolgungen.

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