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08.11.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Die Fahrscheine, bitte

EuGH: Gültiger Vertrag bei Einstieg in Zug – auch ohne Ticket. Hohe Bußgelder unzulässig

Gerrit Hoekman

Wer in der EU einen Zug besteigt, schließt mit dem Beförderungsunternehmen einen gültigen Vertrag, auch wenn er keine Fahrkarte gelöst hat. Die von der EU bereits früher erlassenen Richtlinien hinsichtlich des Schutzes der Verbraucher vor sogenannten missbräuchlichen Klauseln gelten auch in diesem Fall. Das urteilte am Donnerstag der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg.

Der Hintergrund: Die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB hatte vergangenes Jahr vor dem Vredegerecht (Friedensgericht) zu Antwerpen drei »Schwarzfahrer« verklagt, weil diese der Bahn Gebühren in Höhe von 880 Euro, 1.103 Euro bzw. 2.394 Euro schuldeten. Sie waren ohne Fahrschein im Zug angetroffen worden und weigerten sich dort, gegen eine Gebühr von 7,50 Euro ein Ticket nachzulösen. Die Bahn nennt das »Bordtarif«. Damit wurde laut Bahn eine Pauschale von 75 Euro fällig, die innerhalb von 14 Tagen zu zahlen gewesen wäre. Die drei ließen die Frist verstreichen, und die Summe erhöhte...

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