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08.11.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Verlierer im Handelskrieg

Autozölle könnten Eskalationsspirale zwischen USA und EU auslösen. Deutschland wäre am stärksten betroffen

Steffen Stierle

Der von der US-Administration vom Zaun gebrochene Handelskonflikt mit China eskaliert seit Monaten. Ähnlich könnten sich die Handelsbeziehungen zwischen USA und EU entwickeln. Der größte Verlierer wäre Deutschland, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) zeigt.

Dabei geht auch das IMK von der nur selten hinterfragten These der Mainstream-Ökonomie aus, nach der sogenannter Freihandel grundsätzlich zu mehr Wohlstand und im Umkehrschluss Protektionismus zu Wohlstandsverlusten führt. Arbeiten wie jene des österreichischen Wirtschaftswissenschaftlers Leon Podkaminer, der 2016 darlegte, dass Handelsliberalisierung das Wachstum bremst, weil der Abbau von Grenzen für Güter und Kapital zu Ungleichgewichten und Instabilität führt sowie die Löhne und damit die Nachfrage drückt, finden weit weniger Beachtung. Aus der unterkomplexen Gleichung »Freihandel = Wohlstand« folgt das in De...

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