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05.11.2019 / Thema / Seite 12

Eine neoliberale Lüge

Experten genannte Kapitalagenten schlagen wieder einmal eine Anhebung des Renteneintrittsalters vor und argumentieren mit der »demographischen Entwicklung«. Dabei ist die Angelegenheit angesichts steigender Produktivität vor allem ein Verteilungsproblem

Klaus Müller

Wieder einmal schlagen Ökonomen vor, das Eintrittsalter in die Rente anzuheben. Die der Bundesbank meinen, es müsse 69 Jahre und vier Monate betragen, um zu verhindern, dass das Rentenniveau zu stark sinkt. Sie begründen ihren Vorschlag mit der zu erwartenden steigenden Lebenserwartung: »Durch die demographische Entwicklung gerät die umlagefinanzierte gesetzliche Rentenversicherung künftig unter erheblichen Druck, insbesondere ab Mitte der 2020er Jahre«, heißt es im Monatsbericht Oktober der Notenbank.¹

Die Erwerbstätigen zahlen Versicherungsbeiträge in den Rentenfonds ein. Aus diesem Topf werden die aktuellen Renten gezahlt. Man nennt das Finanzierungsmodell den Generationenvertrag. Die Jungen sorgen für die Alten. Das System funktioniert so lange, wie die Einzahlungen die Auszahlungen decken. Eine steigende Zahl von Rentnern kann nur versorgt werden, wenn entweder die Versicherten mehr oder/und länger einzahlen oder die Renten gekürzt werden. Das Proble...

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