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09.11.2019 / Feuilleton / Seite 10

»In all ihren Fein- und Grobheiten«

Der bekannteste Dolmetscher der DDR: Heute vor 100 Jahren wurde Werner Eberlein geboren

Arnold Schölzel

Es waren legendenumwitterte Zeiten, in die Werner Eberlein heute vor 100 Jahren in Berlin hineingeboren wurde. Es werde erzählt, heißt es in seinen Erinnerungen, dass am 9. November 1919, einem kalten Sonntag, ein Genosse völlig außer Atem in eine Kneipe, Treffpunkt der KPD am Schlesischen Bahnhof, stürmte und verkündete: »Der Eberlein hat einen Sohn – jetzt machen wir uns unsere Kader selbst!« Am folgenden Tag gelang es Wilhelm Pieck, mit Hilfe einer jungen Genossin, die als Putzfrau ins Kriminalgericht Moabit kam, von dort zu verschwinden. Die Bürgerpresse schäumte.

»Der Eberlein«, das war der technische Zeichner Hugo Eberlein, 1887 in Saalfeld geboren, seit 1913 mit der Näherin Anna Harms verheiratet, Mitglied der SPD, Mitbegründer der Gruppe Internationale, des Spartakusbundes und der KPD, dann ...

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