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26.10.2019 / Feuilleton / Seite 11

Laut, stolz und etwas muffig

Bad Company und Nazareth rufen sich in Erinnerung, mit unterschiedlichem Erfolg

Frank Schäfer

Bad Company waren eine dieser archetypischen Siebzigerbands. Aus Abgängen von Free, Mott the Hoople und King Crimson zusammengestöpselt, offerierte die stets mit gebremstem Schaum aufspielende Supergroup Mitte bis Ende der Dekade einen Sound, auf den sich der weiße Rockmainstream aber sowas von einigen konnte. Nicht so agil, hart und virtuos wie Led Zeppelin, auf deren Label Swan Song sie veröffentlichten, kochten sie die bereits von Free erprobten Rezepte nach, weichten jedoch den Blues mit einer Extraportion Westcoastsahne auf und empfahlen sich so fürs Radio und die ganz großen Bühnen.

Die in der im Spätsommer veröffentlichten Box »The Swan Song Years 1974–1982« versammelten sechs Alben der klassischen Phase sind gar nicht gut gealtert. Ihre routinierten Songs, die ohne musikalische Raffinesse auskommen müssen, nicht einmal einen funkensprühenden Heldengitarristen präsentieren, sondern den ausgewiesenen Langeweiler Mick Ralphs, klingen im Nachhinein wi...

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