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24.10.2019 / Feuilleton / Seite 10

Gab es denn »Gamer« in der DDR?

Nun ja, die meisten hatten Besseres zu tun: Ein Buch zur Mikroelektronik im Arbeiter- und Bauernstaat

Ronald Kohl

In der späten DDR kursierte der Witz, der Arbeiterstaat werde schon bald den größten Mikrochip der Welt bauen. Heute lässt sich sagen: Auch soweit musste man erst einmal kommen. Die verschlungenen Pfade dorthin zeichnet Autor René Meyer in seinem Buch »Computer in der DDR« nach.

Am Anfang stand die Vision der Parteiführung, den ganz großen Durchbruch zu schaffen. Erstes Ergebnis der Aufholjagd in der elektronischen Datenverarbeitung war die serienreife Produktion der Rechenanlage Robotron 300, die 1966 auf einer internationalen Messe in Moskau den staunenden Brudervölkern vorgeführt wurde, um danach wieder eingepackt und für den Export gesperrt zu werden; sie sollte erst einmal die volkseigenen Betriebe fit für den Weltmarkt machen. Programmiert wurde die sechs Tonnen schwere Anlage übrigens in M...

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