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23.10.2019 / Antifa / Seite 15

»Stolpersteine« im ländlicheren Raum

Antifaschistische Gruppen in Kleinstädten oft auf sich allein gestellt. Erfolge umso bemerkenswerter

Markus Bernhardt

Bereits seit 1992 verlegt der Künstler Gunter Demnig in der Bundesrepublik, aber auch in 23 anderen europäischen Ländern »Stolpersteine«, um an Menschen zu erinnern, die in der Zeit des deutschen Faschismus ermordet, deportiert oder in den Suizid getrieben wurden. Die Stolpersteine, die aus 96 mal 96 Millimeter großen Messingplatten, auf denen biographische Daten der Nazi­opfer eingraviert sind, werden von dem Künstler vor den Eingängen der einstigen Wohnhäuser der Verfolgten in den Boden eingelassen. Was im Gros der Metropolen und Großstädte mittlerweile zum Alltag gehört, ist in kleineren Städten und Kommunen keineswegs selbstverständlich. Hier sind antifaschistische Initiativen, die Wert auf ein lokales Gedenken und eine entsprechende Erinnerungsarbeit legen, meist weitestgehend auf sich gestellt. Sie müssen nicht nur die Kosten für die Erstellung und Verlegung der Stolpersteine aufbringen, sondern auch die biographischen Daten und weitere I...

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