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23.10.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Überwacht und schikaniert

Jüdische Erfahrungen unter der Knute der deutschen Staatsräson der »Israelsolidarität«. Ein Gespräch mit Nirit Sommerfeld

Susann Witt-Stahl

Ihr Vater hat den Holocaust überlebt, Ihr Großvater wurde im KZ Sachsenhausen ermordet. In Ihren Liedern, die Sie mit Ihrer Band »Orchester Shlomo Geistreich« aufführen, erinnern Sie an den Völkermord an den Juden. Dennoch hat die »Fachstelle für Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit« in München Sie ins Visier genommen und Ihnen für Ihr Jubiläumskonzert Anfang Oktober Auflagen machen lassen. Welche waren das?

Die Fachstelle für Demokratie in München hat erwirkt, dass der Gasteig, das Kulturzentrum, in dem unser Konzert stattfand, vorab eine schriftliche Erklärung von mir verlangt, in der ich zusichere, dass »im Rahmen dieser Veranstaltung keine antisemitischen Inhalte geäußert werden«. Sollten diese dennoch festgestellt werden, drohte man, sie abzubrechen. Man setzte also Aufpasser in mein Konzert: Deutsche Beamte sollten prüfen, ob eine deutsch-israelische Jüdin antisemitische Züge hat. Ist das an Absurdität, an Hohn, ...

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