Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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19.10.2019 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Deutsche Spuren in Havanna

Neben einer tiefen Verbundenheit mit Karl Marx sind in Kuba zahlreiche kulturelle Einflüsse erhalten geblieben

Wanda Canals und Rolando González Patricio, Havanna

Denkt man an Havanna, kommt vielen europäischen Touristen sofort eine Straßenszene in den Sinn: Spanische Kolonialarchitektur, auf der Straße rollt ein Cadillac von 1957, der Fahrer mit Zigarre in der Hand ruft einer schönen Frau ein Kompliment hinterher. Aber wer die Hauptstadt der sozialistischen Inselrepublik Kuba etwas besser kennt, weiß, dass zwischen Balkonen im Kolonial- und Prachtbauten im Jugendstil Juwelen der kubanischen Moderne überraschen können, die den ästhetischen Lehren des Bauhauses viel zu verdanken haben. Kenner wissen auch, dass ein 1960er Mercedes-Benz Ponton oder ein 1975er Motorrad der DDR-Marke MZ über die Straße fegen kann. Dass der Tabak, den der Cadillac-Fahrer raucht, vielleicht zur beliebtesten Marke der Insel gehört: H. Upmann. Dass die schöne Frau den Nachnamen Kessel oder Bosch tragen kann. Und dass dies ein Land mit einem tief von Marx inspirierten Sozialismus ist.

Der deutsche Einfluss ist zwar einer der weniger beachtet...

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