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19.10.2019 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Wir brauchen dauerhafte Lösungen statt Armutsverwaltung«

Ein Gespräch mit Julia von Lindern und Hubert Ostendorf. Über das wachsende Problem der Wohnungslosigkeit und den »Housing First«-Ansatz

Markus Bernhardt

Der Winter steht bevor. Ihr Verein »Fiftyfifty« unterstützt seit vielen Jahren Wohnungslose in Düsseldorf. Wie ist es in diesem Jahr um die Versorgung bestellt?

Julia von Lindern: Wir steuern sehenden Auges auf ein Chaos zu. Die Notunterkünfte in Düsseldorf waren bereits in den Sommermonaten fast vollständig ausgelastet. Nun wurden Notschlafstellen und andere Unterkünfte wegen Umbaumaßnahmen geschlossen, während gleichzeitig die Zahl der Obdachlosen steigt – nicht nur in Düsseldorf, sondern in der ganzen Bundesrepublik. Die Stadt hat kein langfristiges Konzept für die dauerhafte Versorgung und flickt immer nur dort mit Angeboten, wo die Not am größten erscheint.

Ab November soll eine neue, 130 Plätze fassende Notschlafstelle am Stadtrand von Düsseldorf eröffnen. Dort sollen dann alle obdachlosen Menschen unterkommen – Männer, Frauen, Paare, Obdachlose mit Hunden, aus dem EU-Ausland. Bisher gab es unterschiedliche Notschlafstellen mit eigenen Konzepten, um...

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