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19.10.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Nützliche Heuchelei

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise

Es ist ein großer Gewinn, wenn sensible Menschen an der Steuerung von Großkonzernen teilhaben. »Die Bilder, die wir aus Nordsyrien sehen, sind entsetzlich«, findet Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident Niedersachsens und gleichzeitig Vertreter des zweitgrößten Aktionärs im Aufsichtsrat der Volkswagen AG. Der VW-Vorstand hatte zu Anfang dieser Woche die Entscheidung für den Bau einer neuen Autofabrik im westtürkischen Manisa vertagt. Dort sollten ab 2020 bis zu 300.000 Autos für die Märkte Osteuropas und vor allem die Türkei selber gebaut werden. Der sensible Weil liefert die Begründung, warum das neue Werk in der Türkei gerade nicht opportun ist.

Zumal andere der deutschen Autofirma erheblich entgegengekommen. Auch mit Bulgarien hatte VW verhandelt, aber sich im August für den türkischen Standort entschieden. Unter anderem auch deshalb, weil die Regierung in Ankara zuletzt eine Mehrwertsteuersenkung versprach und den Kauf von 100.000 Passat als staatliche...

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