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16.10.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 8

»Es gibt viele Leute, die die Schuld bei sich selbst suchen«

Erwerbslose werden durch Hartz-IV-System bestraft. Verein fordert gewerkschaftliche Organisierung. Gespräch mit Heike Wagner

Susanne Knütter

Sie waren als Vertreterin der »Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen« beim Gewerkschaftstag der IG Metall in Nürnberg in der vergangenen Woche. Warum sollten sich Erwerbslose aus Ihrer Sicht in einer Gewerkschaft organisieren?

Sowohl Beschäftigte als auch Erwerbslose haben ein Interesse an sozialer Absicherung, an guten Arbeitsbedingungen und an höheren Löhnen. Der Kampf gegen prekäre Beschäftigung ist dabei nicht möglich, solange nicht Hartz IV abgeschafft wird. Die Angst, den Job zu verlieren und in Hartz IV zu rutschen, schwächt die Kampfbereitschaft von Lohnabhängigen und damit die Gewerkschaften.

Erwerbslose sollten sich auch deswegen gewerkschaftlich organisieren, damit sie ihren Forderungen mehr Nachdruck verleihen und zudem beeinflussen können, wie sich Gewerkschaften in dieser Frage positionieren.

Was macht Ihr Verein?

Wir koordinieren und unterstützen Erwerbslosenstrukturen innerhalb und außerhalb der Gewerkschaft. Wir ermu...

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