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16.10.2019 / Inland / Seite 5

Edekas Müll bleibt tabu

»Containern« ist Diebstahl: Bayerisches Revisionsgericht bestätigt Geldstrafe gegen zwei Frauen. Die prüfen Gang nach Karlsruhe

Susan Bonath

Während die soziale Spaltung in Arm und Reich zunimmt, landet die Überproduktion im Abfall. Doch selbst, wenn es nur um ihren Müll geht, versteht die herrschende Klasse keinen Spaß. Im Juni 2018 hatte die Polizei die Studentinnen Franziska S. und Caroline K. dabei erwischt, wie sie weggeworfene Lebensmittel im Wert von rund 100 Euro aus der Tonne eines Edeka-Marktes in Olching holten. Das Amtsgericht Fürstenfeldbruck wertete dies als Diebstahl. Nach einem Strafantrag des Marktleiters und der Münchner Staatsanwaltschaft verurteilte es die jungen Frauen zu einer Geldstrafe von je 225 Euro. Am Montag nun hat das Bayerische Oberste Landesgericht das Urteil im Revisionsverfahren bestätigt. Klein beigeben wollen die Verurteilten nicht. Sie denken über den Gang nach Karlsruhe nach.

»Zusammen mit der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) und unseren Rechtsanwälten Susi Keller und Max Malkus prüfen wir Argumente für eine Verfassungsklage«, teilten die verurteilte...

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