Gegründet 1947 Montag, 27. Januar 2020, Nr. 22
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12.10.2019 / Feuilleton / Seite 11

Rosenkranz der Melancholie

Die Revue »Glauben an die Möglichkeit der völligen Erneuerung der Welt« von René Pollesch im Friedrichstadtpalast Berlin

Maximilian Schäffer

»Take me out tonight / Because I want to see people and I / Want to see life / Driving in your car / Oh, please don’t drop me home / Because it’s not my home, it’s their / Home, and I’m welcome no more«

(»There is a Light That Never Goes Out« – The Smiths)

Im Friedrichstadtpalast, dem Hort des Kitsches und der programmatisch guten Laune, arbeitet sich René Pollesch an einem Text der britischen Popband The Smiths ab. Es geht um die chronische Einsamkeit in der postmodernen Gesellschaft, die längst zur chronischen Depression mutiert ist. »Enjoy the life!« – wünscht die Lautsprecherstimme im Saal, bevor 70 Minuten Traurigkeit zwischen belüfteten Kinosesseln und künstlichen Eiskristallskulpturen einziehen.

Es ist ein Solostück für Fabian Hinrichs, der im goldenen Glitzerspandex die riesige Bühne des fast 2.000 Besucher fassenden Revuetheaters vermisst. Verwendet hat man nicht nur allerlei soziologischen Text, unter anderem von Hans Ulrich Gumbrecht und David ...

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